St. Urbanus für...

Segen des Papstes zum 1000-jährigen Jubiläum

Der Verein für Orts- und Heimatkunde Buer hat in Rom auf das Jubiläum „1000 Jahre Kirche in Buer“ aufmerksam gemacht. Nun erreichte die Pfarrei auf diesem Weg eine Segensurkunde des Papstes.

Im Rahmen des plattdeutschen Abends überreichten Vertreter des Vereins dem Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Martin Verfürth, der gemeinsam mit Gemeindereferentin Michaela Cornelius und Verwaltungsleiter Friedrich Klute an der Feier teilnahm, die Urkunde.

Einer der Gratulanten war der Recklinghäuser Pfarrer Heinrich Bücker, der schon häufiger in der St.-Urbanus-Kirche und an der Sieben-Schmerzen-Kapelle plattdeutsche Messen in der Pfarrei gefeiert hat. Er hatte zuvor mit humoristischen und besinnlichen Geschichten das Programm mitgestaltet und vor der Übergabe der Urkunde in einem kurzen Sketch als päpstlicher Abgesandter für viele Lacher gesorgt. Abgerundet wurde das Programm mit Volkstänzen und plattdeutschen Liedern von einem Chor unter Leitung von Josef Suttmeyer.

Der Text der Urkunde lautet: „Der Heilige Vater Papst Franziskus erteilt Propst Markus Pottbäcker und den Gläubigen der St. Urbanusgemeinde in Buer anlässlich des 1000. Jahrestages der Gründung von Herzen den Apostolischen Segen und erbittet die Fülle der göttlichen Gnaden. 1019 – 2019. Ex Aedibus Vaticanis, die 08.08.2019 (lat.: gegeben im Vatikan am Tag des 8.8.2019), Card(inal) Konrad Krajewski, Eleemosynarius Apostolicus (Apostolischer Almosenverwalter).“ Wer nun aufgrund des Titels des Unterzeichners die Urkunde als ein Almosen ansieht, irrt allerdings: diese Abteilung der Kurie ist tatsächlich neben der Armenfürsorge auch für die Ausstellung von Segensurkunden zu besonderen Anlässen zuständig.

Im Namen der Pfarrei dankte Martin Verfürth dem Heimatverein nicht nur für die Urkunde, sondern auch für dessen Arbeit. Bei der Erforschung der Stadtgeschichte habe immer auch die Aufarbeitung der Geschichte der Kirchen eine starke Berücksichtigung gefunden. Das Wissen um die eigene Vergangenheit und die Auseinandersetzung auch mit den dunklen Flecken gebe Orientierung für den Blick nach vorne:  „Für den Weg in die Zukunft ist es immer hilfreich, zu wissen, wo man herkommt.“