St. Urbanus für...

Es geht! Anders. – Umparken im Kopf

„Umparken im Kopf“ hieß vor einigen Jahren das Motto einer Werbekampagne für die Marke Opel. Wir denken in Schubladen und zur Bewältigung des Alltags brauchen wir Gewohnheiten. Denn Strukturen, auch Denkstrukturen, geben uns Sicherheit. Doch sie sind auch Grenzen. Manchmal halten sie andere von uns fern und engen uns selber ein.

Die Welt ändert sich, Menschen ändern sich. Deshalb müssen wir immer wieder „Umparken im Kopf“. Geglaubte Sicherheiten und (Vor-)Urteile hinterfragen. Dass dieses neue Virus die Welt zum Stillstand bringt – noch vor einem Jahr ein absurder Gedanke.

Viele Jahre sind wir ganz selbstverständlich ohne Grenzen durch Europa gereist. Doch welche Grenzen haben wir im Kopf? „Alle sagten, das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht und hat es einfach gemacht.“ Man kennt ihn, diesen Postkartenspruch. Unglaublich, was heute alles geht, das noch vor einem Jahr undenkbar war. Manchmal nur, weil es sein musste.

Nach vorne geblickt: Welche Wünsche, Erwartungen, Hoffnungen tragen wir in uns? Welche Veränderung ist nötig, um dem näherzukommen? Wenn andere sagen, etwas geht nicht, so ist das ihre Sicht – vielleicht aus Erfahrung, vielleicht aber auch aus Angst, Bequemlichkeit oder erlerntem Vorurteil. Schauen wir selber hin, machen wir uns ein eigenes Bild. Denn flexibles Denken, das zeigen Studien, stärkt unsere seelische Widerstandskraft, wir leben gesünder und stressresistenter.

Mit Mut, Willen und realistischem Blick auf unsere Stärken und Schwächen geht manchmal mehr als wir denken. Umparken im Kopf! Und wenn mal was nicht gelingt, bleibt die Erfahrung des Versuchs.

Nichts schien uns in der Fahrschule so schwierig wie das Parken. Wir haben geschwitzt, gekurbelt, gestöhnt. Es immer wieder neu probiert. Und geschafft. Gott sei Dank. Es geht! Anders.

Unsere „Challenge“ für diese Woche:

Umparken im Kopf – Du willst es ausprobieren?

  1. Überlege täglich: Welche Situation, Stimmung, welcher Gedanke belastet Dich heute oder zieht Dich runter?
  2. Formuliere es positiv um.
  3.  Notiere Dir jeden Tag etwas, das Dich glücklich gemacht, Dir ein Lächeln entlockt hat. Meist sind es ja die kleinen Dinge.

Vielleicht ist es es ja auch schon anders, dass Du es tatsächlich aufschreibst. Das wirkt. Anders.

Foto: Martin Verfürth