St. Urbanus für...

Informationen zur Zukunft des Michaelshauses

Die Pfarrei Sankt Urbanus wird ihr Pfarreizentrum Michaelshaus in Gelsenkirchen-Buer aufgeben und verkaufen. Der Umzug des Gemeindelebens in neue Räumlichkeiten ist für Anfang 2027 geplant.

Das Michaelshaus ist seit 50 Jahren ein wichtiger Ort unseres Gemeindelebens. Hier finden Sitzungen und Treffen statt, hier werden Veranstaltungen vorbereitet und gefeiert. Für viele Menschen in Buer ist das Haus mit persönlichen Erinnerungen und besonderen Erlebnissen verbunden. Vor diesem Hintergrund möchten wir Sie über eine wichtige Entscheidung informieren: Die Pfarrei Sankt Urbanus wird das Michaelshaus als Gemeindezentrum aufgeben und verkaufen. Uns ist bewusst, dass diese Nachricht viele bewegen wird. Gleichzeitig ist es uns wichtig, Sie frühzeitig und ausführlich über die Gründe, die weiteren Planungen und die Zukunft des Gemeindelebens zu informieren.

Als neuer Standort für das Gemeindeleben ist die Villa am Sankt-Marien-Hospital vorgesehen. Die Villa liegt nur wenige Meter vom Michaelshaus entfernt und bietet fünf Versammlungsräume sowie einen Saal für bis zu 85 Personen. Nach den geplanten Umbauarbeiten wird das Gebäude auch barrierefrei zugänglich sein.

Der Umzug ist für Anfang 2027 geplant. Ein genaues Datum steht derzeit noch nicht fest. Die notwendigen Vereinbarungen mit der Sankt-Marien-Hospital-Stiftung und die weiteren Planungen laufen derzeit noch. Anschließend steht die Vorbereitung und Ausstattung der Räume an.

Warum geben wir das Michaelshaus auf?

Die Entscheidung ist Teil unserer langfristigen finanziellen und strukturellen Planung. Das Michaelshaus ist für den heutigen Raumbedarf der Gemeinde zu groß geworden und verursacht hohe laufende Kosten. Mit dem Auszug der Caritas fällt ein wichtiger Mieter weg. Eine komplette Etage wird künftig leer stehen, weitere Bereiche werden nur noch sporadisch genutzt. Gleichzeitig besteht nach 50 Jahren erheblicher Modernisierungsbedarf. Verschiedene technische und bauliche Bestandteile entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen.

Hinzu kommt, dass die finanziellen Spielräume der Pfarrei in den kommenden Jahren kleiner werden. Ab 2028 wird beispielsweise die Schlüsselzuweisung des Bistums spürbar zurückgehen. Wir haben deshalb verschiedene Möglichkeiten für die Zukunft des Michaelshauses geprüft. Unser Ziel war dabei, eine Lösung zu finden, die langfristig tragfähig ist und gleichzeitig gute Bedingungen für das Gemeindeleben schafft.

Was bedeutet der Umzug für die Gruppen?

Die Villa soll künftig Raum für Gruppen, Sitzungen, Treffen und andere Formen des Gemeindelebens bieten. Da sie kleiner ist als das Michaelshaus, wird nicht jede bisherige Nutzung in gleicher Weise möglich sein. Sobald die weiteren Planungen und der konkrete Zeitplan feststehen, werden wir deshalb mit den regelmäßigen Nutzerinnen und Nutzern des Michaelshauses ins Gespräch gehen. Gemeinsam möchten wir klären, welche Angebote künftig in der Villa stattfinden können und für welche Veranstaltungen wir neue Lösungen finden müssen.

Bis zum Umzug bleibt das Michaelshaus für unsere Gruppen wie gewohnt nutzbar. Lediglich private Vermietungen werden bereits ab Januar leider nicht mehr möglich sein. Für solche Zwecke stehen zukünftig weiterhin unsere Gemeindezentren in St. Ludgerus (Buer) und Herz Jesu (Resse) zur Verfügung.

Was passiert mit dem Michaelshaus?

Das Michaelshaus soll verkauft werden. Dabei ist uns bewusst, dass es für viele Menschen in Buer weit mehr als ein Gebäude ist. Es ist ein Ort, an dem über Jahrzehnte Gemeinschaft gelebt wurde und mit dem viele persönliche Erinnerungen verbunden sind. Deshalb wünschen wir uns ausdrücklich, dass das Gebäude erhalten bleibt und nach dem Verkauf einer neuen Nutzung zugeführt wird. Das Michaelshaus soll nach Möglichkeit auch künftig ein Teil des Lebens in der Buerschen Innenstadt bleiben. Wie eine solche zukünftige Nutzung konkret aussehen kann, ist derzeit noch offen.

Wir wissen, dass mit dem Abschied vom Michaelshaus ein vertrauter Ort verloren geht. Gleichzeitig wollen wir gemeinsam dafür sorgen, dass das, was unser Gemeindeleben ausmacht – Begegnung, Gemeinschaft und Engagement – auch in Zukunft seinen Platz in unserer Pfarrei hat.

(lk)